von Patricia Suter

Den optimalen Namen für ein Startup finden

Das Produkt steht, die Vision auch, nur am Namen fehlt es noch? Bei der Namensfindung für ein Startup handelt es sich um einen aufregenden und entscheidenden Schritt hin zum eigenen Unternehmen, der mit großer Sorgfalt behandelt werden will. Der Name eines Unternehmens hat großen Einfluss auf dessen Erfolg. Wie aber findet man den richtigen Namen für sein Startup?


Anforderungen
Ein Startup-Name muss gleich mehrere Anforderungen erfüllen: Er muss die Zielgruppe erreichen und ihr die Vision des Unternehmens vermitteln. Außerdem sollte er auf der einen Seite kurz und prägnant und ohne Fachwissen verständlich sein, auf der anderen Seite aber auch den Kunden vom Nutzen des Produkts überzeugen. Weiter ist eine einfache Aussprache entscheidend, und, ganz wichtig, eine entsprechende Domain muss verfügbar sein. Je nach Produkt kann es auch von Bedeutung sein, dass der Name international verständlich ist – und er muss branchentypisch sein. Bei »-ify« oder »y« Endungen geht zum Beispiel jeder davon aus, dass es sich um Firmen handelt, deren Produkt nur im Internet stattfindet.

Möglichkeiten
Um einen neuen Firmennamen zu kreieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wörter können neu kombiniert werden, wie etwa bei »Youtube«, oder einzelne Wörter werden abgewandelt wie bei »Flickr« oder »Tumblr«. Ein Basiswort oder ein Name kann umge-deutet werden oder es kann ein ganz neues Wort geschaffen werden.

Strategien um den Firmennamen zu finden
Die einfachste – und kostenintensivste – Art, um an einen ein-zigartigen und erfolgreichen Firmennamen zu kommen, ist die Beauftragung eines professionellen Namensberaters. Da aber Startups gerade in der Gründungsphase sparsam sein müssen, fällt diese Option meistens weg. Außerdem ist die Namensfindung ein spannender Prozess, bei dem das eigene Produkt noch einmal neu betrachtet wird – Chancen, die unbedingt genutzt werden sollten. Am Anfang steht immer die Recherche. Welche Namen benutzen andere Startups und erfolgreiche Unternehmen aus der eigenen Branche? Was sind die Trends in Bezug auf das Produkt? Was ist an einem Namen gut und was ist schlecht?

Anschließend können durch Brainstorming Begriffe gesammelt werden, die mit dem Produkt bzw. der Firma zu tun haben. Auf ihrer Basis werden dann die ersten Ideen für einen Namen entwickelt. Ganz wichtig hierbei: Zeit lassen! Ein kreativer Prozess funktioniert nie auf Knopfdruck.

Gibt es eine Liste von Favoriten, macht es Sinn, diese zu testen, etwa durch Online-Umfragen oder im Bekanntenkreis. Funktioniert der Name? Transportiert er die richtige Botschaft? Im Anschluss muss noch einmal gründlich recherchiert werden. Gibt es den Namen so oder so ähnlich bereits? Ist die entsprechende Domain verfügbar?

Tools
Folgende Tools können bei der Namensfindung helfen:
Namerobot ist vermutlich das bekannteste Tool für die Namensfindung, das in der Vollversion kostenpflichtig ist. Dafür werden hier nicht nur maßgeschneiderte Vorschläge geliefert, sondern der Name wird auch gleich überprüft.

  • AnswerThePublic ist ein Tool, das zeigt, mit welchen Keywords für ein bestimmtes Produkt gesucht wird. Das kann hilfreich für die Inspiration sein.
  • Mit Wortgenerator können einzelne Buchstabenkombinationen durchprobiert werden, die vielleicht zu spannenden Ergebnissen führen.
  • Auf Wordoid werden eine ganze Reihe von Wortneuschöpfungen – Neologismen – angezeigt, die als innovativer Firmenname in Frage kommen können.

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